Personalisierte Werbung auf StudiVZ ab Januar 2008?

StudiVZ hat mittlerweile über vier Millionen Mitglieder. Und die Community wächst von Tag zu Tag. Seit Holtzbrinck vor gut einem Jahr StudiVZ übernommen hat (und dafür auch ein paar € gezahlt hat), ist zu erkennen, dass nach und nach immer mehr Werbung eingebunden wird.

Nun läutet StudiVZ die nächste Runde im Bereich Werbung & Vermarktung ein. Dafür wurden bereits die AGB´s geändert und den Mitgliedern zwecks Bestätigung übermittelt. Vielen Nutzern von StudiVZ ist wahrscheinlich im Moment noch gar nicht klar, was dies im Detail für den einzelnen User bedeutet.

StudiVZ plant ab 2008 personalisierte Werbung einzubinden bzw. an die Mitglieder zu verschicken. Was kann man sich darunter vorstellen?

Personalisierte Werbung bedeutet, dass der User Werbung bekommt, die auf seine Interessen und Vorlieben zugeschnitten ist. Holtzbrinck will zukünftig verstärkt auf die Daten der User zugreifen. Schließlich hat sich jeder User mit einer Emailadresse registriert und hat meist sein Profil wahrheitsgemäß und oft sehr detailiert ausgefüllt. Hier ist die Angabe der Interessen natürlich sehr interessant und aufschlussreich. Hat z.B. ein User dort „telefonieren und lesen“ angegeben, so wird dieser User zukünftig mit Werbung von entsprechenden Anbietern versorgt.

Bei Holtzbrinck wird dann auf jeden Fall die Kasse klingeln. Denn die Werbung kann dann ohne Streuverlust an die entsprechenden User verschickt werden. Und bei über vier Millionen Datensätzen von Usern wird es eine Vielzahl an Werbetreibenden geben, die auf StudiVZ Werbung buchen werden. Datenschutzrechtlich ist das Vorhaben jedoch ein wenig bedenklich. So vertritt z.B. der Sprecher des Bundesdatenschutzbeauftragen den Standpunkt, dass Holtzbrinck mit der personalisierten Werbung die Unerfahrenheit und Unbedarftheit der User ausnutzen würde.

Allgemein sollte man sich genau überlegen, ob und welche persönlichen Angaben man im Internet – speziell in Portalen und Foren – von sich preisgibt. Denn neben unerwünschter Werbung hat dies noch weitere Konsequenzen. So können z.B. Arbeitgeber oder Geschäftspartner recht schnell auf interessante Informationen stoßen, die möglicherweise manchmal auch nicht gerade positiv sein können.

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