Sailing Yacht A in Gibraltar beschlagnahmt

Sailing Yacht A mit beleuchtetem A am Heck

Die weltgrößte Segelyacht, die in Kiel gebaute Sailing Yacht A, ist im Hafen von Gibraltar beschlagnahmt worden.

Das war eine kurze Reise. Genau vor zwei Wochen hatte die rund 400 Millionen Euro teure Sailing Yacht A die Bauwerft German Naval Yards in der Kieler Förde verlassen. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Norwegen, um sich noch mal sozusagen im Vorbeifahren die beim Kauf der Megayacht angefallene Mehrwertsteuer in Höhe von rund 76 Millionen Euro erstatten zu lassen, war als nächstes Reiseziel das Mittelmeer geplant. Doch nach einem Tankstopp in Gibraltar geht es für die Segelyacht A vorerst nicht weiter. Aufgrund offener Forderungen der Nibuskrug Werft wurde die Segelyacht im Hafen von Gibraltar ganz offiziell beschlagnahmt. Das berichtet jedenfalls der Gibraltar Chronicle.

Sailing Yacht A - die größte Segelyacht der Welt in Kiel

Sailing Yacht A – die größte Segelyacht der Welt in Kiel

Sailing Yacht A: Noch offene Rechnungen in Millionenhöhe?

Es geht demnach um Rechnungen in Höhe von insgesamt 15 Millionen Euro, die der Besitzer der Sailing Yacht A, der russische Milliardär Andrej Melnitschenko, der Werft sowie Zulieferern noch nicht bezahlt haben soll. Demnach hätten diese Rechnungen beim Auslaufen aus Kiel beglichen werden sollen. Und das war bekanntlich vor 14 Tagen.

The world-famous Sailing Yacht A has been spotted in Gibraltar showing off her extraordinary design https://t.co/YMPi0F48oY pic.twitter.com/k0y0Qz711b

— Boat International (@boatint) 17. Februar 2017

Um ihre Forderungen durchzusetzen beauftrage die Werft kurzerhand eine Anwaltskanzlei, die sich unter anderem auch auf Schiffspfändungen spezialisiert hat. Die Kanzlei erwirkte beim Gericht von Gibraltar einen Arrest und nun darf die Segelyacht den Hafen von Gibraltar bis auf weiteres nicht verlassen.

Im schlimmsten Fall droht die Versteigerung der Segelyacht A, sollte es zu keiner Einigung zwischen Eigner und Werft kommen. Anfang der Woche erfolgt eine Gerichtsverhandlung. Dann wird sich auf jeden Fall auch klären, wie es für die Sailing Yacht A weitergeht.

Sailing Yacht A beim Verlassen der Kieler Förde 14 Tage vor Beschlagnahmung in Gibraltar


 

Ähnliche Beiträge

1 Kommentar

  1. SchrauberCaptain

    Da sollten die 15 Mio ja eigentlich kein Problem sein, wenn man die Gesamtkosten ansieht. Vielleicht will sich der Milliardär ein schönes Skonto gewähren 😀

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

GDPR Cookie Consent mit Real Cookie Banner