Wahlen in Uganda 2021: Soziale Netzwerke und Messenger gesperrt

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Am 14.01.2021 finden die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Bereits zwei Tage vor der Wahl hat die Regierung um Langzeit-Präsident Museveni nahezu alle sozialen Netzwerke gesperrt. Die Nutzung von Facebook, WhatsApp, Twitter und vielen weiteren Diensten ist in Uganda aktuell nicht möglich.

Morgen findet in Uganda die mit Spannung erwartete Präsidentschaftswahl statt. Die große Frage, die nahezu alle bewegt, ist, ob der seit 1986 amtierende Präsident Yoweri Museveni weiter im Amt bleiben wird. Oder ob der 1944 geborene Museveni durch den 1982 geborenen Herausforderer Bobi Wine nach 36 Jahren an der Macht abgelöst wird.

Doch das wird sich erst in den kommenden Tagen entscheiden. Aktuell, kurz vor der Wahl in Uganda, hat die Führung des ostafrikanischen Staates erst einmal die Sperrung aller sozialen Netze angeordnet. Faceboot, WhatsApp, Instagram, Twitter und jede Menge weitere Komminikationsdienste und -plattformen sind somit vorerst nicht ohne weitere technische Tricks in Uganda verfügbar. Demnach sei die Sperrung aller sozialen Netzwerke durch die ugandische Führung eine Reaktion auf Kritik seitens Facebook.

Wahl in Uganda: Yoweri Museveni vs. Bobi Wine

Der amtierende Präsident von Uganda kandidiert für eine erneue Amtszeit, mittlerweile die 8. Amtszeit. Mehr über Yoweri Museveni auf Wikipedia.

Aussichtsreichster Herausforderer bei der Wahl am 14.01.2021 ist Bobi Wine, Jahrgang 1982 und Politiker, Musiker & Schauspieler. Mehr über Bobi Wine auf Wikipedia

Unmittelbar vor der Wahl ist die Anspannung in Uganda deutlich sichtbar. Polizei und Militär ist im gesamten Land, vor allem natürlich in der Hauptstadt Kampala, sehr präsent und mit einem Großaufgebot und schweren Waffen anzutreffen.

Letztlich bleibt zu hoffen, dass die Wahl in Uganda frei, fair und vor allem ohne Gewalt verläuft. Denn bereits im November 2020 kam es in Uganda zu Ausschreitungen mit über 30 Toden, als Bobi Wine kurzzeitig festgenommen wurde.

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