Harry Potter Politik
Harry Potter Politik – Zitat von Euro-Skeptiker Wilhelm Hankel
Es war Harry Potter Politik zu glauben, dass strukturell schwache Länder wie etwa Griechenland, Spanien, Italien und Portugal sich an denselben harten Konvergenzkriterien orientieren könnten wie wirtschaftlich starke Länder.
Auf Sicht von fünf Jahren wird die Europäische Währungsunion Vergangenheit sein.
Ausblick 2010: Zertifikate im Aufwind
2008 war das Jahr der Lehman-Pleite, die auch große Auswirkungen auf den deutschen Zertifikate-Markt hatte. Nun, Ende 2009, ist von einer Verunsicherung auf dem Zertifikate-Markt anscheinend nicht mehr viel zu spühren. In den vergangenen Monaten waren Zertifikate wieder stärker gefragt. Das führte zu einem gestiegenen Marktvolumen. Dieser Trend wird sich nach Meinung von Experten in 2010 fortsetzen.
Voller Hoffnung ist auch der Branchenverband DDV. In einer Umfrage unter 21 Anbietern, die mehr als 90 Prozent des Zertifikate-Marktes repräsentieren, rechneten 89 Prozent der befragten Experten mit einer positiven Entwicklung in der ersten Hälfte des Jahres 2010. Niemand erwartete einen Rückgang des Marktvolumens.
E.ON Hanse verliert Rechtsstreit
Der norddeutsche Energieversorger E.ON Hanse hat einen Rechtsstreit um höhere Gaspreise verloren. In dem Prozess ging es um Preiserhöungen aus dem Jahr 2004. Das Landgericht Hamburg erklärte eine schwammig formulierten Klausel von E.ON Hanse, die eine deutliche Preiserhöhung zur Folge hatte, als unwirksam.
In einer Sammelklage hatten sich 54 Kunden von E.ON Hanse gegen die Preiserhöhung gewährt.
Kunden, die unter Vorbehalt hatten, können eine rückwirkende Erstattung verlangen. Das Urteil betrifft etwa 25.000 Kunden von E.ON Hanse.
Dazu Joachim Bluhm, Anwalt der Kläger:
Kunden müssen ihre Ansprüche aber unbedingt vor Ablauf dieses Jahres bei Gericht anzeigen
Neben E.ON Hanse haben noch weitere Energieversorger ähnliche Klauseln in ihren Verträgen. Demnach könnten möglicherweise über 15 Millionen Kunden rückwirkend die Erstattung von zu Unrecht geleisteten Zahlungen zurückfordern.
Aufgrund der zunehmend steigenden Energiekosten ist Energiesparen ein wichtiges Thema. Hier ein paar Tipps zu Energiesparen im Haushalt.
Datenpannen bei Finanzdienstleister und Kreditkartenanbietern
Aktuell gibt es mal wieder einige Datenpannen bei Finanzdienstleistern und Kreditkartenanbietern. Betroffen sind AWD und KarstadtQuelle.
In der vergangenen Woche traf es das Unternehmen AWD. Dem Hörfunksender NDR wurden 27.000 Datensätze von Kunden inklusive Kundennummer, Adresse, Telefonnummer, Berufsbezeichnung, Geburtstag und Art des Vertragsabschlusses zugespielt.
Dabei handelt es sich jedoch um keine aktuellen Datensätze, sondern um Daten, die größtenteils aus den 90er Jahren stammen.
Ebenfalls letzte Woche wurde bekannt, dass von der KarstadtQuelle Bank möglicherweise Mastercard-Datensätze an Unbefügte gelangt sein könnten. Dies wurde bereits von der KarstadtQuelle Bank offiziell bestätigt.
Auf den Systemen der KarstadtQuelle Bank wurden keine Kundendaten abgegriffen. Die KarstadtQuelle Bank ergreift lediglich Sicherheitsmaßnahmen gegen Kreditkartenbetrug und bietet ihren Kunden einen kostenlosen Austausch potenziell gefährdeter Kreditkarten an.
Wie viele Kunden von KarstadtQuelle betroffen sind ist nicht bekannt. Die KarstadtQuelle Bank spricht von einem “kleinen Teil der Kunden”, die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein dagegen von “allen Mastercard-Kunden der KarstadtQuelle Bank”.
Ich denke, dass aktuell möglicherweise noch weitere Herausgeber von Mastercards davon betroffen sind. Oder ist es Zufall, dass in der vergangenen Woche die Mastercard eines anderen Herausgebers von Kreditkarten ebenfalls vorsorglich gesperrt wurde? Wäre schon ein großer Zufall…
Kennt ihr weitere Anbieter oder Firmen, die momentan mit ihrer Datensicherheit zu kämpfen haben?
Finanzkrise kostet jeden Bundesbürger 3.000 Euro
Wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung heute bekanntgegeben hat kostet die Finanzkrise und die dadurch ausgelöste Rezession Deutschland bis Ende 2010 ca. eine Viertel Billion Euro an Wohlstandsverlusten.
Das entspricht einer Summe von etwa 3.000 Euro je Bundesbürger.
Topf für Abwrackprämie ist leer
Seit heute 10.14 Uhr ist der Topf der Abwrackprämie leer. Wie das zuständige Bundesamt für Ausfuhrkontrolle und Wirtschaft (Bafa) heute mitteilte ist die bereitgestellte Summe von 5 Milliarden Euro verbraucht.
Dazu das Bafa:
Es stehen leider keine Mittel für die Umweltprämie mehr zur Verfügung. Das Online-Portal für die Reservierung ist geschlossen.
Google: Schwaches Wachstum, hohe Gewinne
Google macht auch im 2. Quartal 2009 satte Gewinne. Jedoch ist das Umsatzwachstum etwas niedriger als normal ausgefallen.
Der Überschuss kletterte im zweiten Quartal um 19 Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Dollar (1,1 Mrd Euro). Der Umsatz stieg indes um lediglich drei Prozent auf mehr als 5,5 Milliarden Dollar. Im Vergleich zu den ersten drei Monaten stagnierte er sogar – für den erfolgsverwöhnten Suchmaschinen-Primus sehr ungewöhnlich.
Vom Prinzig gute Nachrichten für den Online-Werbemarkt. Schließlich macht Google zum größten Teil mit Werbung sein Geld.
Affiliate Tactixx 2009
Am 18.06. fand in München die Affiliate Tactixx 2009 statt. Wie auch schon 2008 habe ich mir das Event nicht entgehen lassen.
Kurz und knapp zusammengefasst fand ich die Affiliate Tactixx 2009 besser als im Vorjahr und kann mich den Meinungen von Seokratie und dem Seonauten nur anschließen.
Bilder von der Affiliate Tactixx bzw. der Party danach im Airbräu am Münchner Airport gibt es hier.
Russland: Dollar gilt weiter als Welt-Leitwährung
Wird der US-Dollar auch zukünftig die Welt-Leitwährung bleiben?
Zitat Alexei Kudrin (russischer Finanzminister):
Es gebe derzeit zum Greenback keinen Ersatz für eine Welt-Leitwährung und es sei noch zu früh, um über Alternativen zum Dollar nachzudenken.
Aktueller Dollarkurs
Arcandor Insolvenz
Arcandor hat am Dienstag, den 09.06.2009 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt. Nachfolgend Nachrichten und Fakten zur Arcandor Insolvenz.
08.06.2009
STAATSBÜRGSCHAFT GEPLATZ
Der Lenkungsausschuss des Bundes hatte die Verweigerung einer Staatsbürgschaft damit begründet, dass “erhebliche Zweifel” an der Tragfähigkeit des Arcandor-Konzeptes bestünden.
08.06.2009
Der Bund hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa nun auch einen Notkredit für das ums Überleben kämpfende Unternehmen abgelehnt. Die Entscheidung zu dem Antrag sei endgültig.
09.06.2009
Der Vorstand der Arcandor AG, Essen, tritt zur Stunde zusammen und berät über das weitere Vorgehen. Es werde die Entscheidung getroffen, ob ein neuer Antrag auf Rettungsbeihilfe gestellt werde oder nicht, sagte Arcandor-Sprecher Gerd Koslowski am Dienstagmorgen.
09.06.2009
Der Handels- und Touristikkonzern Arcandor AG will einem Pressebericht zufolge einen Antrag auf Insolvenz stellen.
09.06.2009
Die Arcandor AG hat am Dienstag beim Amtsgericht Essen den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit eingereicht.
09.06.2009
Auch nach dem Insolvenzantrag der Arcandor AG will die Metro AG die Verhandlungen zur Bildung einer Deutschen Warenhaus AG fortsetzen
09.06.2009
Die Bundesregierung will nach Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach dem Insolvenzantrag des Handelsunternehmens Arcandor den Beschäftigten helfen.
09.06.2009
Trotz der Insolvenz des Mutterkonzerns rechnet das Thomas-Cook-Management nun nicht mit größeren Forderungsausfällen.
09.06.2009
Metro: Die Düsseldorfer wollen 60 der 90 Standorte von Karstadt übernehmen und mit Kaufhof innerhalb weniger Monate zu einer neuen Warenhaus-Kette zu verschmelzen. Dabei dürften insgesamt 40 Filialen geschlossen werden.
Am Wochenende hatte auch die Hamburger Otto Group Interesse an Teilen des Arcandor-Konzerns signalisiert. Der Rewe-Konzern könnte sich ebenfalls für sich ein Stück vom Arcandor-Kuchen vorstellen.
Arcandor betonte, dass Thomas Cook, die Primondo-Specialty Group GmbH mit ihren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie der Homeshopping-Sender HSE24 vom Insolvenzantrag unberührt seien.
10.06.2009
Der Vorstand will Arcandor als Gesamtkonzern mit seinen drei Sparten erhalten und sanieren. Eine Zerschlagung sei nicht geplant, sagte der Sprecher.
10.06.2009
Die Metro AG ist auch nach der Ankündigung der Arcandor AG, die Gespräche über die Zusammenlegung der Warenhäuser Karstadt und Kaufhof auf Eis zu legen, weiterhin gesprächsbereit.
10.06.2009
Die Insolvenz der Karstadt-Mutter Arcandor hat einen heftigen Streit in der großen Koalition entfacht.
11.06.2009
GEZERRE UM THOMAS COOK: Ein schneller Verkauf der Arcandor-Touristiktochter ist unwahrscheinlich: Derzeit ist nicht einmal klar, wer das Aktienpaket, das der insolvente Konzern an Thomas Cook hält, veräußern darf.
11.06.2009
Zahlreiche Presseberichte beschäftigen sich mit der Zukunft des Unternehmens und den Mitarbeitern. Arcandor will nach Informationen der Tageszeitung “Die Welt” zunächst eine Minderheitsbeteiligung an seiner Warenhauskette Karstadt behalten.
11.06.2009
Andere Teile des Konzerns lassen sich offenbar ebenfalls gut verkaufen. So scheint Sport Scheck, eine Tochterfirma von Otto in Hamburg, an den 28 Filialen von Karstadt Sport interessiert zu sein.
11.06.2009
Volle Regale auch in der Krise: Die insolvente Karstadt-Mutter Arcandor hat ihren Lieferanten angekündigt, alle neubestellten Waren vollständig zu bezahlen.
Karstadt-Kaufhof-Fusion: Das Bundeskartellamt habe erklärt, eine eingehende wettbewerbsrechtliche Prüfung würde zunächst vier Monate in Anspruch nehmen. Auch die Brüsseler EU-Kommission müsse sich mit dem Fall befassen.
12.06.2009
Die Karstadt-Kaufhäuser der insolventen Essener Arcandor AG laufen offenbar besser als bekannt. Die Sparte habe im ersten Halbjahr des bis März laufenden Geschäftsjahrs einen operativen Gewinn von 7 Mio EUR erzielt.
Quelle: In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs sei ein operativer Verlust von 57 Mio EUR aufgelaufen.
12.06.09
Die Staatsanwaltschaft Essen hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Untreue gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Arcandor AG, Thomas Middelhoff, eingeleitet.
14.06.09
Schickedanz werde ihr Aktienpaket nicht verkaufen, meinte ihr Ehemann und Arcandor-Aufsichtsrat, Leo Herl, gegenüber der “Bild am Sonntag”.

